Gründerzeitschulen in Frankfurt am Main
Projekte mit dem Department Erziehungswissenschaften


in Zusammenarbeit mit
Univ.-Prof. Dr. Thomas Coelen, Department Erziehungswissenschaft · Psychologie, Fachgebiet Sozialisation, Jugendbildung, Lebenslaufforschung
Univ.-Prof. Dr. Matthias Trautmann, Department Erziehungswissenschaft · Psychologie, Fachgebiet Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Schulpädagogik und Didaktik des Sekundar-I-Bereichs
und dem Stadtschulamt der Stadt Frankfurt am Main


2012 kam es zu einem ersten gemeinsamen Seminar der beiden Masterstudiengänge in der Architektur ("Planen und Bauen im Bestand" unter Leitung von Prof. Karle) und in den Erziehungswissenschaften ("Bildung und Soziale Arbeit" unter Leitung von Prof. Coelen). Das Seminar fand in Kooperation mit dem Stadtschulamt der Stadt Frankfurt am Main statt und wird seitdem zum vierten Male wiederholt. Thema der Lehrveranstaltung sind die Schulgebäude aus der Gründerzeit und die Schwierigkeiten und Möglichkeiten der Adaption dieser Gebäude an die gegenwärtigen pädagogischen Anforderungen (Ganztag, Inklusion, ungenutzte räumliche Ressourcen, Denkmalschutz, usw.).
Die Schulgebäude stammen immer aus derselben Bauepoche zwischen 1860 und 1914, weisen aber jeweils einen anderen Schultyp auf. Bisher wurden die Linnéschule (Grundschule), die Herderschule (Integrierte Gesamtschule), die Helmholtzschule (Gymnasium) und die Falkschule (Realschule) bearbeitet.
Die Bearbeiterteams der jährlich wechselnden Einzelthemen (Klassenzimmer, Flure, Inklusion, Schulhof, Bibliothek, Ganztagsbetreuung, usw.) werden in paritätisch gemischten Gruppen bearbeitet und die Arbeitsergebnisse in einer abschließenden, ganztägigen Präsentation den Vertretern der jeweiligen Schule und des Stadtschulamtes gezeigt und mit ihnen diskutiert.
Die Ergebnisse eines jeden Seminars werden dokumentiert und vom Stadtschulamt der Stadt Frankfurt am Main in Form einer Broschüre veröffentlicht. Eines der Studierendenprojekte soll jeweils Grundlage einer baulichen Umsetzung werden (Budget jeweils ca. € 80.000.- bis € 100.000.-).
Wir betrachten die Zusammenarbeit der beiden ehem. Fachbereiche als großen Gewinn für eine deutschlandweit einmalige Kombination zweier universitärer Studiengänge mit großem gemeinsamem Zukunftspotential in Forschung und Lehre.