Krefeld
Zukunftskonzepte für die Kirche St. Johann Baptist in Krefeld
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Aufgabenstellung

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Aufgabenstellung

Zukunftskonzepte für die Kirche St. Johann Baptist in Krefeld

Ursprünglich auf der „grünen Wiese geplant“, liegt die katholische Kirche St. Johann Baptist heute mitten im Krefelder Stadtgebiet Dießem/Lehmheide, unweit des Krefelder Hauptbahnhofs. Das Kirchengebäude steht frei auf dem Johannesplatz. Die unmittelbar angrenzenden, im südlichen Bereich liegenden Gebäude (Pfarrhaus und Wohnhäuser aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts) und ein Altenheim gehören teilweise ebenfalls der katholischen Kirchengemeinde Maria Frieden.
Die katholische Kirche St. Johann Baptist wurde vom Architekten Josef Kleesattel geplant und 1894 im neogotischen Stil fertiggestellt. Es handelt sich um die zweitgrößte Kirche im Bistum Aachen und um die größte Kirche Krefelds, deren Turm mit seiner Höhe von 97 m eine große Fernwirkung besitzt und die umliegenden Quartiere prägt. Das Kirchengebäude ist seit langem in der Denkmalliste der Stadt Krefeld als Einzeldenkmal aufgeführt.

Der Kirchraum ist mit seiner Größe von ca. 38.000 m³ umbautem Raum und seinen 350 Sitz- und 1.000
Stehplätzen in der heutigen Zeit für Gottesdienste überdimensioniert. Da sich in wenigen hundert Metern Distanz mehrere mögliche Gottesdienst-Orte befinden (Herz Jesu, Königshof und St. Martin) hat sich die Kirchengemeinde nach langem Überlegen schweren Herzens dazu entschieden sich von der Kirche St. Johann Baptist zu trennen. Die Profanierung des Gebäudes wurde im Jahr 2016 beantragt und steht aus.
Eine Nutzung der Kirche als Kolumbarium wurde durch den Kirchenvorstand geprüft und als nicht realisierbar verworfen.
Erste Gespräche und Kontakte mit Investoren haben bislang zu keinem Ergebnis geführt. Der Kirchenvorstand bemüht sich dennoch weiterhin um die zukünftige, verantwortungsvolle Nutzung des Gebäudes, beispielsweise durch die Teilnahme am Projekt „Zukunft-Kirchen-Räume“ des Vereins Baukultur NRW.

Im direkten Umfeld der Kirche befinden sich mehrere potenzielle Nutzergruppen, die Interesse an der
Kirche haben könnten. Das direkt benachbarte Helios Klinikum könnte die Kirche beispielsweise für medizinischen Zwecke ausbauen, oder die Hochschule Niederrhein könnte die Kirche zu einem Hörsaalzentrum oder einer Studierendenwohnanlage umbauen.

Vor dem beschriebenen Hintergrund besteht die Aufgabe darin ein Zukunftskonzept für die Kirche zu entwickeln und dafür 2 Szenarien zu bearbeiten:
Szenario 1:
Umnutzung durch Einbauten im Kirchenraum
Szenario 2:
Umnutzung durch Einbauten und zusätzliche An- oder Neubauten im direkten Umfeld der Kirche.

Erwartet werden neben den für die Darstellung eines Architekturprojekts üblichen Ausführungen zum Konzept und den Architekturzeichnungen (Lageplan, Grundrisse, Schnitte und Ansichten) noch Perspektivschnitte bzw. analoge oder digitale Schnittmodelle.
Zu Beginn der Bearbeitung besteht ein gewisser Aufwand für die Modellierung des Baubestands. Vorsorglich sei darauf hingewiesen, dass nur wenige Bestandsunterlagen zur Verfügung stehen. Bei unseren Recherchen im Diözesanbauamt Aachen und bei der Katholischen Kirchengemeinde Maria Frieden Krefeld (Besitzerin der Kirche) haben wir nur wenige Pläne gefunden, die wir Ihnen zur Verfügung stellen können.
Wir sind dennoch der Meinung, dass man – mit den ergänzenden Informationen einer Ortsbesichtigung - das Projekt bearbeiten kann.
Zur Bearbeitung des Projekts sollten Sie sich mit der derzeit drängenden Thematik des Leerstands von Kirchengebäuden beschäftigen. Hierzu verweisen wir auf die wachsende Anzahl von Publikationen (Wüstenrot-Stiftung, u.a.), Symposien (Herrenhäuser Gespräche im Februar 2021, u.a.) sowie die Handreichungen der beiden großen Kirchenverbände in Deutschland.
she. auch z.B. folgendes Internetportal:
https://www.zukunft-kirchen-raeume.de

Aufgabenstellung als Bildschirmpräsentation

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