Fenster.Fassade
Seminar
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Aufgabenstellung

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Aufgabenstellung

Fenster.Fassade

Wird ein Gebäude einer energetischen Modernisierung unterzogen, ist die Ertüchtigung oder Erneuerung der Gebäudehülle eine der vorrangigen Maßnahmen. Wärmedämmung wird im Bereich des Dachs, der Kellerdecke und der Fassade innen oder außen angebracht, um die Transmissionswärmeverluste zu reduzieren und die Fenster werden ausgetauscht, um darüber hinaus noch die Luftdichtigkeit des Gebäudes zu erhöhen.
Im Falle der Fenster- und Fassadenüberarbeitung stellt sich bei diesen Projekten dann immer die Frage nach dem Aussehen des Bauwerks nach seiner Modernisierung, denn gewissermaßen nebenbei ist die Entscheidung zu treffen, ob das Haus so ähnlich wie vorher aussehen soll, ob es eine mehr oder weniger starke Modifikation erfahren wird oder ob es gänzlich neu gestaltet werden soll.

Um eine profunde Entscheidung treffen zu können, sollte einem bewusst sein, dass - so oder so - eine wesentliche Transformation vorgenommen wird, nämlich die, dass aus dem vormals meist einschichtigen Aufbau der Fassade ein mehrschichtiges Gefüge an seine Stelle tritt.
Fassaden, die häufig nach dem Paradigma des „materialgerechten Bauens“ entwickelt wurden, quasi die „Haut-und-Knochen-Konstruktionen“ der Moderne und Spätmoderne, werden durch Schichtenaufbauten ersetzt, deren Aussehen nicht mehr zwangsläufig aus ihren Konstruktionen abgeleitet werden und darüber kommen häufig Materialien zum Einsatz, die nicht mehr authentisch darüber Auskunft geben, mit welchem Material das Gebäude eigentlich konstruiert wurde.

Ziel des Seminars ist eine Sensibilisierung der Studierenden für diese Zusammenhänge und das Aufzeigen von Verfahren und Möglichkeiten im architektonischen Entwurfsprozess damit umzugehen.
Es soll erkundet werden wie in den verschiedenen Epochen der vergangenen 150 Jahre, bis ca. 1980 und dem Einsetzen des Bauens unter Berücksichtigung von energetischen Aspekten, Gebäudefassaden konstruiert und gestaltet wurden und welche einschneidende Veränderungen durch das Aufkommen von mehrschichtigen Fassadenkonstruktionen stattgefunden haben.

Durchführung und Betreuung des Seminars:
Prof. Peter Karle, Architekt und
Dipl.-Ing. Lisa Veit, Architektin

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